1. Wer ist besonders Hautkrebs-gefährdet?

Menschen, die einer starken UV-Belastung ausgesetzt sind oder wiederkehrende Sonnenbrände – insbesondere im Kindesalter – hatten, gelten als gefährdet und haben ein erhöhtes Risiko, einen schwarzen Hautkrebs (ein malignes Melanom) zu entwickeln. Ein endogener (innerer) Risikofaktor ist eine hohe Anzahl von Nävi (Muttermalen). Auch eine genetische Vorbelastung – z. B. Hauttyp (helle, lichtempfindliche Haut und helle Haare) sowie das Auftreten eines malignen Melanoms im familiären Umfeld – ist ein endogener Risikofaktor.

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2. Wie kann ich die Entstehung eines Melanoms verhindern?

Drei Aspekte spielen bei Prävention und Früherkennung eine wichtige Rolle:

  • Schutz vor zu intensiver Sonneneinstrahlung
  • Selbstuntersuchung auf auffällige Hautveränderungen
  • Professionelles Hautkrebs-Screening durch den Arzt

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3. Wie erkläre ich meinen Kindern, dass sie sich vor der Sonne schützen müssen?

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf Sonnenstrahlen und benötigt starken Schutz. Daher ist es wichtig, Kinder bereits im frühen Alter über Sonnenschutz aufzuklären.
In der Haut befindet sich ein brauner Farbstoff, der die Haut vor Sonnenbrand schützt. Dieser Farbstoff heißt Melanin. Das Melanin allein schafft es aber nicht, die Haut vollständig vor einem Sonnenbrand zu schützen. Daher ist es wichtig, sich mit Sonnencreme einzureiben.
Besonders Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko später an Hautkrebs zu erkranken.

Weitere Materialien und Hilfestellungen zur Sonnenschutzaufklärung für Kinder erhalten Sie hier.

4. Was kann ich tun, wenn ich mir einen Sonnenbrand zugezogen habe?

Wenn man sich zu lange in der Sonne aufhält und keinen ausreichenden Schutz aufgetragen hat, kann man sich einen Sonnenbrand zuziehen. Färbt sich die Haut rot, so ist sie bereits beschädigt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte man schnell aus der Sonne gehen, sich im Schatten aufhalten und die Haut kühlen.

5. Woran erkennt man ein Melanom?

Auf den ersten Blick können maligne Melanome harmlosen Nävi ähneln. Sie treten zu 80 Prozent an normalerweise bekleideten Körperstellen auf und entstehen auch am behaarten Kopf, unter Finger- und Fußnägeln sowie an den Fußsohlen. Sie erscheinen meist als bräunlich, partiell schwarze bis rötlich graubläuliche Veränderungen der Haut. Für die Früherkennung hat sich die ABCDE-Regel bewährt, bei der die Hautmale nach der Art der Form (A für Asymmetrie , B für Begrenzung, C für Colour (Farbe), D für Durchmesser und E für Erhabenheit) beurteilt werden.

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6. Wer hat wann Anspruch auf ein kostenfreies Hautkrebs-Screening?

Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben bundesweit seit dem
1. Juli 2008 alle zwei Jahre Anspruch auf ein professionelles Hautkrebs-Screening. Das Screening wird vom Hausarzt, Dermatologen oder Internisten durchgeführt. Voraussetzung ist die Qualifikation der Praxis durch die erfolgreiche Teilnahme an einem von der Kassenärztlichen Vereinigung anerkannten Fortbildungsprogramm.

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7. Wie wird ein Melanom behandelt?

Beim frühen, örtlich begrenzten (lokalen) Melanom gilt die operative Entfernung des Tumors als Standardtherapie. Doch auch in fortgeschrittenen Stadien kann ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein. Wenn ein Tumor nicht operiert werden kann, wenn nach der Operation mikroskopisch kleine Resttumoren im Körper verblieben sind oder nicht sicher ist, ob der Tumor vollständig entfernt werden konnte, kommen weitere Therapieoptionen in Frage. Hierzu gehören die Strahlentherapie, die Chemotherapie, die Immuntherapie oder andere unterstützende (adjuvante) Therapieformen.

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8. Wie sind die Heilungsaussichten bei einem malignen Melanom?

Die Heilungschancen beim malignen Melanom sind umso höher, je eher es entdeckt wird: Im frühen Stadium ist die Heilungsrate hoch, mit Fortschreiten der Erkrankung sinkt sie jedoch ab.

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