Bei der Behandlung des malignen Melanoms wird zunächst zwischen lokalen und systemischen Therapiemethoden unterschieden. Entscheidend für die Wahl einer Methode sind vor allem drei Faktoren: der allgemeine Gesundheitszustand, das Alter des Patienten sowie das Erkrankungsstadium.

Zu den lokalen Behandlungen zählen die Operation und die Bestrahlung. Beide Methoden konzentrieren sich auf das erkrankte Körperareal und zielen auf eine vollständige Entfernung bzw. Zerstörung der entarteten Tumorzellen ab. Während die Exzision , also die operative Entfernung eines lokal begrenzten Melanoms die Therapieform erster Wahl ist, wird die Bestrahlung meist nur in Ausnahmefällen und ergänzend zu anderen Therapieformen eingesetzt. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Allgemeinzustand eines Patienten derart eingeschränkt ist, dass eine Operation aus medizinischer Sicht nicht möglich ist.1

Systemische Therapiemethoden kommen vor allem zum Einsatz, wenn das maligne Melanom durch operative Maßnahmen nicht oder nicht vollständig entfernt werden kann. Während lokale Behandlungsmethoden nur das Tumorareal bekämpfen, bezieht die systemische Therapie den gesamten Organismus mit ein.

Ausführlichere Informationen zu den verschiedenen Behandlungsoptionen beim malignen Melanom finden Sie auf unserem Informationsportal für Patienten www.krebs.de.

Die folgenden Therapieansätze werden unter dem Begriff „systemisch“ zusammengefasst:

Bei der medikamentösen Behandlung eines Melanoms kommen unter anderem die Chemotherapie und zielgerichtete Therapien zum Einsatz.

Bei der Chemotherapie werden die entarteten Zellen durch den Einsatz von sogenannten Chemotherapeutika zerstört bzw. in ihrem Wachstum gehemmt.

Zielgerichtete Therapien greifen spezifische Enzyme an, die aufgrund einer Genmutation verändert sind und der Entwicklung eines malignen Melanoms zugrunde liegen können.2

Das Therapieprinzip der Immunonkologie besteht darin, die Fähigkeiten des körpereigenen Immunsystems zu stärken, um Krebszellen zu bekämpfen.

Das Immunsystem reagiert auf viele Krebserkrankungen nachweislich mit einer Immunantwort. Das heißt, der Körper erkennt die bösartig veränderten Zellen und aktiviert sein Abwehrsystem, um diese Zellen zu bekämpfen und unschädlich zu machen. Vieles spricht dafür, dass ein Melanom eine solche Immunantwort auslöst.3

Als einer der wichtigsten Ansätze der aktuellen Immunonkologie gilt die Beeinflussung von Schlüsselstellen des Immunsystems, den sogenannten Immun-Checkpoints. Immun-Checkpoint-Modifier richten sich gegen ein bestimmtes Schlüsselmolekül, das normalerweise die Aktivierung von T-Zellen einschränkt und den Körper so vor einer übermäßigen Immunreaktion schützen kann. Diese natürliche Inaktivierung ist bei gesunden Menschen sinnvoll, damit T-Zellen kein gesundes Gewebe angreifen. Durch die therapeutische Blockade dieser Schlüsselmoleküle wird das Immunsystem wieder aktiviert und eine länger andauernde, verstärkte T-Zell-vermittelte Immunreaktion gegen die Tumorzellen ermöglicht.4 Der immunonkologische Therapieansatz der Immun-Checkpoint-Blockade zielt somit in erster Linie auf eine Reaktivierung des Immunsystems ab, nicht auf den Tumor selbst.5,6 Weitere Informationen zur Immunonkologie und immunonkologischen Krebstherapien unter www.krebs.de

Der erste zur Therapie des Melanoms zugelassene Tumorimpfstoff (Tumorvakzin) besteht aus genetisch veränderten Herpesviren, die direkt in den Tumor gespritzt werden. Sie sind so modifiziert, dass sie sich ausschließlich innerhalb der Krebszellen vermehren, bis diese zerstört werden. Dadurch werden wiederum Botenstoffe freigesetzt, die es dem körpereigenen Immunsystem ermöglichen, den Tumor zu erkennen und anzugreifen.

Wird das maligne Melanom in einem frühen Stadium, wenn es noch keine Metastasen gebildet hat, erkannt und behandelt, kann der Tumor in den meisten Fällen durch eine Operation entfernt werden. Um Resttumoren und möglicherweise vorhandene Mikrometastasen, die noch nicht erkennbar sind, zu bekämpfen, können unterstützende Maßnahmen, sogenannte adjuvante Therapien, zum Einsatz kommen. Insbesondere Patienten mit einem erhöhten Risiko für Metastasen wird zu einer solchen ergänzenden Behandlung geraten.1

Wie die Strahlentherapie gehört auch die Behandlung mit Interferon alpha zu den adjuvanten Therapiemaßnahmen , wird also als zusätzlicher Behandlungsschritt in Betracht gezogen.

Interferon alpha ist ein Protein, welches im Körper gebildet wird und eine wichtige Rolle bei immunologischen Prozessen spielt. Ziel einer Behandlung mit diesem Protein bei schwarzem Hautkrebs ist die Aktivierung der Killerzellen des Immunsystems sowie eine Hemmung des Tumorwachstums.

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