Maligne Melanome entwickeln sich häufig aus Nävi, also unauffälligen Hautveränderungen wie Leberflecken oder Muttermale. Verändern diese ihre Eigenschaften, wie die Farbe, Form oder Größe, kann dies auf die Entwicklung eines Melanoms hindeuten. Dabei ist die Geschwindigkeit dieser Entartung sehr unterschiedlich: Sie kann Monate bis Jahre in Anspruch nehmen und bleibt daher häufig unentdeckt. Auch bestimmte Empfindungen im Zusammenhang mit einer Hautauffälligkeit, wie eine besondere Schmerzempfindlichkeit oder starker Juckreiz, können ein Zeichen für die Entstehung von Hauttumoren sein. Ein fortgeschrittenes Melanom fällt häufig durch Blutungen oder Geschwüre (Ulzerationen) auf.

Generell sind verschiedene Subtypen von malignen Melanomen der Haut zu unterscheiden:1,2,3 Bis auf das noduläre maligne Melanom (NM) wachsen alle Typen zu Beginn ihrer Entstehung entweder in die Höhe (laterales Wachstum) oder auf der Oberhaut in die Breite (radiales Wachstum). Erst in der zweiten Entwicklungsphase (vertikale Wachstumsphase) dringt der Tumor in die Lederhaut (Dermis) vor.

Das superfiziell spreitende Melanom bildet sich anfangs in der Oberhaut (Epidermis) und zeichnet sich durch ein langsames Wachstum aus. In der Regel entwickelt es sich in bestimmten Körperregionen: dem Rücken, der Brust und den Beinen. Während es sich zuerst waagerecht ausbreitet, dringt es innerhalb mehrerer Jahre in die tieferen Hautschichten, die Leder- und die Unterhaut, vor. Optische Auffälligkeiten sind eine Erhebung, eine ungleichmäßige Begrenzung sowie eine verschiedenartige Pigmentierung. Häufig finden sich im Zentrum des Melanoms helle (depigmentierte) Bereiche.


Das noduläre Melanom kommt insbesondere auf dem Oberkörper (Kopf, Hals, Rücken, Brust) vor und zeigt ein deutlich schnelleres Wachstum als das superfiziell spreitende Melanom. Erkennbar ist der Tumor, der sich über die Hautoberfläche hinaus abzeichnet, an einer vornehmlich schwarzbraunen Pigmentierung. Oft treten Begleiterscheinungen, wie Geschwüre oder Blutungen, auf. Eine senkrechte Wachstumsrichtung ist die Ursache dafür, dass das Melanom schnell in die tiefer liegenden Hautschichten vordringt. 


Die Entwicklung des lentigo-malignen Melanoms nimmt häufig eine Zeit von mehreren Jahren in Anspruch. Die betroffene Körperregion ist fast ausschließlich der Gesichtsbereich von älteren Patienten.

Besonders häufig tritt das akral-lentiginöse Melanom an den Fußsohlen und Handflächen sowie unter den Nägeln oder am Nagelwall auf. Erkennbar ist es anfangs durch unregelmäßige und verschwommene Pigmentveränderungen. Später deuten knotige Anteile auf ein Wachstum in tiefere Hautschichten hin.

Diagnosemethoden

Staging: Einordnung des Tumors in Stadien

MEHR